Rauhe See nach Molat


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7.5.

Am Morgen musste ich wieder mal meinen Bewegungsdrang stillen, und so bin ich eine Runde zur Cikat Bucht gelaufen. Der Wind hatte in der Nacht zugelegt und an der Westseite von Mali Losinj wurde die Gischt der Brandung vom Ufer bis fast zur Laufstrecke geweht. Es scheint ein unruhiger Tag zu werden…

Wir nahmen das Frühstück deshalb gleich im Hafen zu uns und starteten gegen 10h. Bei der Ausfahrt gab´s wieder eine blöde Situation denn der Wind drückte uns seitlich an das daneben stehende Boot und wir hätten uns fast an seiner Mooringleine verhedert. Da fehlt uns einfach noch die Routine. Die Ausfahrt von Hafen Mali Losinj war zuerst ganz ruhig. Erst wo es beim nördlichen Leuchtfeuer Richtung offenes Meer ging, begannen die Wellen. Wir fuhren alles unter Motor, denn der Wind kam fast genau aus unserer Zielrichtung.

Heute konnten wir erstmals sehen wie sich die GOLDEN LADY bei bewegter See bewährt. Trotz Wellen von teilweise über 2 Meter hatten wir nie ein ungutes Gefühl. Das Boot pflügte durch`s Meer und das Wasser spritzte teilweise vom Bug bis übers Verdeck. Nach 6 SM kehrten wir dem offenen Meer den Rücken und fuhren zwischen Ilovik und Sv. Petar Richtung Südosten, wo es wegen der vorgelagerten Inseln etwas geschützter war. Als Tagesziel hatten wir den Bereich Molat ausgewählt (insges. ca. 30 SM). Der Wind hatte in der Zwischenzeit zwar auf ca. 5-6 Beaufort zugelegt, da wir aber ein Segelboot und kein Motorboot haben, entschlossen wir uns die Segel zu setzen. Mein Vorschoter hatte ganz schön zu hackeln… Mit Fock und erstem Reff im Großsegel ging`s hart am Wind einigermaßen passabel dahin. Schräglagen bis 30 Grad waren für Clemens noch etwas ungewohnt und ich fühlte mich in meine alten Segeltage zurückversetzt.

Auf Höhe von Silba mussten wir abermals direkt in Richtung Wind, bargen die Segel und fuhren bis Molat unter Motor., wo wir an der Ostseite, in der Bucht Jazi einen traumhaften Ankerplatz fanden. Hier war es inzwischen fast windstill und wir genossen diese Gegend in vollen Zügen. Unser Beiboot kam erstmals ins Wasser und den kleinen Zweitaktmotor haben wir auch getestet. Während ich das Abendessen zubereitete (Spagetti  Calabrese) tüftelte Clemens noch an unserer AIS-Baustelle herum. Zwischendurch SMS, SKYPE, Whatsapp und E-Mail…. die Verbindung zur Heimat ist natürlich voll aufrecht und wir plaudern jeden Tag mit unseren Lieben.

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