Fazit 2019


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Mitte September war meine Segelsaison beendet und die Calisto kam beim Konidaris Boatyard wieder ins Trockene.

Ich darf wiederum auf eine sehr gute und unfallfreie Segelsaison zurückblicken. 1100 Seemeilen mehr Erfahrung, nette Urlaubswochen und die Erkenntnis, dass ich meinen Stützpunkt auch 2020 im Ionischen Meer haben werde. Ich hatte dieses Jahr ebenfalls immer wieder mit einem Auge auf den Aegäis-Bereich geschaut und dabei die fortlaufenden Starkwindperioden beobachtet. Erkenntnis – dieses Revier wird erst in der Pension interessant

Colin hat im Herbst 2019 sein Geschäft an das „Skorpios Pontoon“ Team übergeben (Brexitunsicherheit?). Unter https://pontoon.geeks2rent.co.uk/guardianage/ bieten Conny, Vasili & Co  nun Gesamtpakete für lang- oder kurzfristige Bootsbetreuungen inklusive aller Servicearbeiten an. Eine runde Sache, die ich sicher in Anspruch nehmen werde.

Von der technischen Seite her, möchte ich über den Winter ein sehr umfangreiches Motorservice und einen Getriebecheck durchführen lassen. Die Selbststeuerung benötigt auch ein Refit, bzw. eine Erneuerung. Hier bin ich aber noch unschlüssig. Da laut Expertenmeinung meine beengten Platzverhältnisse keine hydraulische Linearsteuerung zulassen, wird es vermutlich eine EV100 Raymarine Radsteuerung werden. Falls hier jemand einen Tipp für meine Calisto hat – bitte gerne.

Ansonsten freue ich mich bereits jetzt auf die neue Saison, die ich Anfang Mai 2020 beginnen werde.

Ich wünsche Euch eine schöne Adventzeit

und einen guten Rutsch ins neue Jahr!

Septembertörn 2019


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wie auch in den letzten Jahren bin ich Ende August wieder unterwegs nach Preveza. Diesmal war der AUA Nachmittagsflug sogar halbwegs pünktlich und ich konnte bei der Fahrt nach Nidri noch kurz in Lefkas einkaufen. Die Calisto lag wie vereinbart beim Skorpios Steg, alles bestens, jedoch sehr heiß… Um acht Uhr abends hatte es noch immer weit über 30 Grad und im Boot stand die Hitze ebenfalls – nichts Außergewöhnliches für diese Jahreszeit. Mein Plan für die nächsten drei Wochen – erste Woche solo, dann eine Woche mit Freunden und die letzten Tage wieder solo.

wieder beim Stützpunkt in Nidri

Zuerst gabs jedoch noch ein paar Arbeiten zwischendurch. Als Ankerwirbel hab ich jetzt eine sogenannte „Ankerbanane“ die den Anker beim Einholen immer in die richtige Stellung bringt. Mein Raymarine AIS wurde ausgetauscht, und funktioniert jetzt bestens. Die Navigationsleuchten und ein Teil der Innenlampen sind jetzt gegen LED Lampen ausgetauscht.

für die Pause zwischendurch

Meine Route verlief sodann von Nidri nach Norden, durch den Lefkaskanal bis gleich nach der Drehbücke wo ich für eine Nacht längsseits ging. Am nächsten Morgen weiter bis Paxos in die Lakka Bucht. Hier wollte ich eigentlich zwei Tage bleiben, doch der Andrang ist dort so hoch (70 Boote in der Bucht) dass es mir zu viel war. Zusätzlich haben die Preise in den Lokalen wieder angezogen (z.B. Spaghetti Seafood 22€…) Also fuhr ich am nächsten Tag weiter Richtung Korfu und ging in der mir bis dato unbekannten Bucht bei Petriti (Korfu Südost) vor Anker. Diesen Tipp hatte ich von einem Segelblog und ich muss sagen – echt lässig hier. Bis zum Abend lagen zwar 20 Segler in der Bucht, doch insgesamt vermittelt diese Ecke einen gemütlichen Eindruck. Der Wind kam auch von der richtigen Seite und so hatte ich nach einem guten und günstigen Abendessen in der nahen Taverne eine ruhige Nacht.

Petriti im Morgengrauen

Am folgenden Tag begutachtete ich die gesamte Korfu Ostküste bis Korfu Stadt. Weiter nach Norden vermehren sich die Hotelanlagen, wobei aber überall noch genügend Grün vorhanden ist. Um die Mittagszeit bin ich rein informativ in den Hafen (Marina?) von Benitses hinein gefahren. Auf der Karte schaut das sehr gut aus, in Wirklichkeit ist hier alles voll mit Dauerliegern und es war kein einziger Platz frei. Von hier waren es nur mehr ein paar NM bis zur Marina Mandraki unmittelbar nördlich der Festung Korfu, wo ich das Eintreffen meiner Freunde abwartete. Ich konnte Herbert, Peter und Franz schon bald auf der Calisto begrüßen.

Korfu – Marina Mandraki

Wir starteten bereits am nächsten Tag wieder Richtung Süden und hatten etwas über eine Woche zur Verfügung. Erster Stopp war wieder in Petriti und von dort gings abermals zur Lakka Bay auf Paxos. Das Wetter zeigte sich jeden Tag von seiner schönsten Seite, Sonnenschein und Tagestemperaturen um die 30 Grad. Segelwind hatten wir eher wenig, dafür war es sehr gemütlich und entspannt. Vor dem Frühstück zumeist eine Laufrunde, ein Bad im 28 Grad warmen Meer und hinein in den neuen Tag…. Herz was willst du mehr – es ging uns richtig gut!  Die Abendgestaltung war unserem Alter angepasst, gut essen und trinken und eher zeitig in die Koje 😉

die abendlichen Kätzchen waren immer vierbeinig 😉
wieder in Petriti
unser (fast) täglicher Morgenlauf
Lakka Bay / Paxos

Nach einer Boots-Sightseeingrunde bei Paxos/Gaijos fuhren wir rüber zum Festland und fanden im kleinen Hafen von Parga/Valtou einen Liegeplatz, wo wir r.k. anlegen konnten. Dieser Hafen wird in den meisten Büchern als eher ungeeignet beschrieben, weshalb hier öfters einer der wenigen Plätze frei ist. Man muss allerdings auf die diversen herum schwimmenden  Leinen aufpassen und mit Bedacht zufahren. Parga war natürlich wieder ein Highlight dieses Törns, es ist zwar sehr touristisch aber einfach eine Augenweide.

der kleine Hafen von Valtou / Parga
auf der Festung Parga
Blick Richtung Valtou Bay

Der nächste Törnabschnitt war etwas ungewiss, zumal wir uns zuerst nicht zwischen Nachtfahrt bis Kefalonia und Anlegen in Preveza entscheiden konnten. Wir ankerten bereits nach ein paar Meilen in der Bucht von Fanari, wo am südlichen Rand der mythische Fluss Acheron bei der Ortschaft Ammoudia in das Meer mündet. Diesen Bereich wollte ich mir unbedingt ansehen, bzw. hatte ich auch eine Zufahrt in den schmalen Fluss ins Auge gefasst. Hier müsste man wirklich ortskundig sein und mit größeren Schiffen ist es sowieso nicht empfehlenswert. Es gibt zwar Längsliegeplätze entlang des Dorfes, doch diese sind alle belegt und ohne Kontakt zu den Einheimischen ist man wahrscheinlich chancenlos.

eine kopierte Aufnahme der Bucht Fanari, wo rechts der Fluss Acheron zu sehen ist

Nach einer kurzen Tavernenrast setzten wir unseren Weg südwärts fort. Inzwischen hatte der Westwind etwas aufgefrischt und außerhalb der Bucht bildeten sich bereits mittlere Wellen. Wir setzten die Segel und entschlossen uns nach einer Weile doch nur bis Lefkada Stadt zu fahren. Einer der Hauptgründe war mein eher unzuverlässiger Autopilot. Bei Wind bis 10/12 Knoten – alles o.k., falls aber stärkere Böen kommen, dann sind Abweichungen von 20-40 Grad keine Seltenheit. Gemeinsam mit dem vorhandenen Wellenbild sprach die Situation also gegen die Nachtfahrt und wir wählten die gemütlichere Variante. Der Segelwind passte aber vorerst für den Parasailor. Halber, bis achterlicher Wind mit 10-15 Knoten schienen ideal, also rauf mit dem Ding. Wir brachten Farbe in die Landschaft und düsten zügig dahin. Allerdings blieb die Windrichtung hauptsächlich auf „Halbwind“ (90-120 Grad), was den Parasailor in Verbindung mit den Wellen  manchmal zum seitlichen Einklappen brachte. Zusätzlich steigerten sich die Böen bereits auf knapp 20 Knoten. Das Zusammentreffen einer Böe mit einer höheren Welle drehte das Schiff in den Wind und bescherte uns einen kurzfristigen Adrenalinschub mit erhöhtem Puls – alles gut gegangen, aber den Parasailor habe ich wieder eingepackt.

ein geiles Ding…
…erfordert aber doch etwas Routine

Mit leicht gerefften Segeln gings in schaukelig-schöner Segelfahrt weiter bis Lefkada, wo wir bei Sonnenuntergang am Lefkaskanal eintrafen und vor der Drehbrücke einen Längsliegeplatz fanden.

klassisch war es auch nett
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bei der Drehbrücke im Lefkaskanal

Es ging sich auch noch ein Restaurantbesuch im sehr gut besuchten Stadtzentrum (ca. 1 Km entfernt) aus. Mit vollen Bäuchen fielen wir gegen Mitternacht in die Kojen.

In der Früh verzichteten wir auf unsere Laufrunde und nahmen gleich um 7 Uhr die erste Brückenöffnung Richtung Lefkaskanal. Die Lagunenlandschaft war beim Sonnenaufgang besonders beeindruckend.

Morgenstimmung im Lefkaskanal

Ab nun waren wir wieder im inneren Bereich der Ionischen Inseln, wo gemächliche Etappen auf uns warteten. Eine kleine Sightseeingrunde bei meinem Heimathafen Nidri, sowie Stopps in Vasiliki, Vathi und Meganisi standen auf dem Programm. Dazwischen immer wieder Badeaufenthalte, gut essen & trinken, relaxen etc.   Das Wetter war beständig hervorragend und bescherte uns weitere genussvolle Tage. Der Segelwind zeigte sich gemäßigt, lediglich zwischen den Inseln gab es manchmal etwas mehr Action.

zwischendurch zeigten sich auch Delphine
die vermutlich besten gegrillten Kalamari gibt es in Vasiliki
nächster Stop – Ithaka / Vathi
wir lagen im Nordosten der Vathibucht
Morgenlauf zur Sarkiniko-Bucht
Meganisi / Karnagio

Nach einem letzten gemeinsamen Abend in Meganisi/Karnagio fuhren wir wieder nach Norden und lieferten Peter bei der Marina Lefkas ab. Er übernahm dort ein Charterboot und segelte noch eine Woche mit großer Crew weiter.  Herbert und Franz flogen erst am nächsten Tag nach Hause, weshalb wir noch einige Zeit zur Verfügung hatten. Wir legten in Preveza beim Stadthafen an und besichtigten die sehr belebte Innenstadt. Als Reiseführer hatte sich unser Österreichischer Bootsnachbar angeboten – seine Restaurantauswahl und  der nachfolgende Besuch einer Ouzeria waren bestens.  Ich kannte Preveza von dieser Seite nicht, man sieht es dieser Kleinstadt von außen nicht an… Der Stadtkai hat sich allerdings in den letzten Jahren stark geändert. Gab es früher Platz in Hülle und Fülle, so haben sich jetzt Privatanbieter (www.prevezabase.gr) Teile des Kais gekrallt und verscheuchen jeden der näher kommt und nicht gebucht hat.

Preveza Stadtkai
yassuo!

Für meine Freunde war nächsten Tag Heimreise (Taxi zum nahen Flughafen) und für mich ging es wieder südlich nach Nidri und Meganisi, wo ich meine Calisto schön langsam für die Winterzeit präparierte.

Buchtenbummeln


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Die Zeit der Einsamkeit war für die Calisto bereits in der letzten Juniwoche wieder vorbei. Als wir (mit meiner Frau und einer lieben Freundin) vom Flughafen nach Nidri kamen lag sie schon abfahrbereit am Skorpios Steg. Es erwartete uns ein gemütlicher einwöchiger Törn mit kurzen Etappen und Badestopps.  Meganisi – Ithaka/Polis -Kefalonia/Sami – Ithaka/Vathi – Meganisi und Nidri. Inzwischen ist es ja schon fast wie am Neusiedler See. Die meisten Plätze kenne ich zwar schon, aber es macht mir trotzdem noch unheimlich Freude – es gefällt mir einfach total gut hier und es gibt immer wieder was Neues zu entdecken…

Bei unserem zweiten Stopp, lagen wir in der Polis Bay im Nordwesten von Ithaka vor Anker. Es war genügend Platz vorhanden und alles schien bestens bis dann der Wind auffrischte. Es war NW bis 20 KT prognostiziert, was an und für sich nicht so stark wäre. Leider drehte der Wind in dieser von Hügeln eingerahmten Bucht immer wieder und kam letztendlich aus allen Richtungen. Mein Anker war aber so eingefahren, dass er eben die NW-Richtung abdeckte. Als wir gerade wieder mal genau gegenüber (SO-Richtung) lagen kam eine etwas stärkere Böe und drückte so an, dass der Anker ausgebrochen wurde, zu slippen begann und wir Richtung Badebereich-Absperrbojen drifteten. Wieder was dazu gelernt…. ich hätte es nicht für möglich gehalten, denn beim Schnorcheln konnte ich vom Anker nichts mehr sehen, so tief war er im Sand. Wenn man am Schiff ist – kein Problem, was aber wenn nicht… Meine Damen mussten jedenfalls alleine nach Stavros rauf gehen. Bis Mitternacht wurden die Böen weniger und nächsten Tag setzten wir unsere Fahrt nach Sami fort.

Ithaka NW – Polis-Bay

Im Gegensatz zu meinem Besuch im Mai waren diesmal zwei Männer der örtlichen Kommune im Hafenbereich von Sami und managten das Anlegen der ankommenden Schiffe. Bis zum Abend waren alle Liegemöglichkeiten (r.k. mit Buganker) belegt und am nächsten Morgen wurden je 15€ kassiert (Wasser inklusive). Schön langsam wird es mit den Hafen-gratis-Liegeplätzen vorbei sein.

gemütliches Sami

Sami vom Dorfhügel
traumhafte “Frühestücksbucht” ca 1 NM nordöstlich von Sami

Es ging dann wieder ostwärts, rüber nach Ithaka/Vathi zur kleinen „Marina“ im NO der Bucht. Wider Erwarten waren hier noch Plätze frei, denn beim alten Fährkai hatte die Sunsail-Flotte alles blockiert. Vathi war an diesem Abend ausnahmsweise fast windstill und gezählte 115 Schiffe schaukelten ganz sanft in der Bucht.

Kurz vor Törnende wollte die Calisto etwas mehr Aufmerksamkeit, was sie mit dem permanenten Aufleuchten der Ladekontrolllampe kund tat. Bei einer oberflächigen Kontrolle der Lichtmaschine war kein Fehler feststellbar, weshalb ich meinen Stützpunkt in Nidri anlief und bei Conny am letzten Eck noch einen Platz bekam. So war unser gemeinsamer Törnabschluss nicht in einer Badebucht, sondern am Pool beim nahen Athos-Hotel.

Die Lichtmaschine war zwar schon nach einem Tag wieder betriebsbereit, doch ich wartete das Eintreffen meiner neuen Crew gleich am Skorpios Ponton ab. Der Aufenthalt ist hier immer so kurzweilig, und die Zeit vergeht sehr schnell. Zwischendurch erhielt von Martin und seiner Frau Besuch, die beide mit ihrer Yacht Balou (AT) für eine Nacht am Skorpios Ponton anlegten.

Nach ein paar Tagen gings mit drei jungen unternehmungsfreudigen Kollegen weiter. Diesmal war eine  Kefaloniaumrundung geplant. Zum Eingewöhnen am ersten Tag rüber zu Alex nach Meganisi und von dort weiter nach Südlefkas/Vasiliki. Dann zur Nordwestseite von Kefalonia, wo wir in der Atheras Bay vor Anker gingen.

Sobald man den inneren Bereich der Ionischen Inseln verlässt, ist schlagartig weniger los. Dafür sind die Wellen etwas mehr zu spüren, was uns zu Beginn einen flauen Magen verschaffte. Die Atheras Bay ist eine wunderschöne große Badebucht mit ein paar kleinen Fischerbooten und zwei Tavernen. Am Abend kehrt dort totale Ruhe ein. Außer uns lagen noch drei weitere Segler vor Anker, die ebenso wie wir im leichten Schwell schaukelten.

Atheras Bay im Nordwesten von Kefalonia
etwas abgelegen und viel ruhiger

Der nächste Tag hatte bis Mittag abermals wenig Wind und wir segelten mit Motorunterstützung die Westküste Richtung Süden. Erst als es nach Osten zur Inselhauptstadt Argostoli ging konnten wir den Motor für ein kurzes Stück abstellen. Argostoli hatte ich zuletzt vor drei Jahren besucht. Es hat sich kaum was verändert und die „Marina“ gegenüber des Stadtkais ist nach wie vor unbewirtschaftet. Noch bevor der Nachmittagswind auffrischte fanden wir dort einen schönen Längsliegeplatz und konnten entspannt in die Stadt gehen.

die unbewirtschaftete gratis “Marina” gegenüber des Stadtkais von Argostoli
die Brücke zur Stadt

Von Argostoli waren es 20 NM bis zur Bucht Kato Katelios im Südosten wo wir tags darauf den Anker fallen ließen. Bei der Zufahrt sollte man etwas auf die Untiefen im westlichen Buchtbereich achtgeben. Der Windmesser zeigte in Böen bis 20 KT, doch der Ankergrund ist dort sehr gut. Gegen Abend wurde es weniger und wir fuhren mit dem Dinghi zu den nahen Tavernen.

Ausfahrt von der Argostoli Bucht

Ab dem nächsten Tag führte uns der Törn wieder nordwärts. Zuerst nach Sami in den örtlichen Hafen und von dort zur Bucht Kalo Limani an der Ostseite von Kefalonia. Wieder mit kleinen Badestopps, einer Wanderung zur Akropolis von Sami und natürlich jeder Menge kulinarischer Genüsse, inklusive selbst gekochtem Buchtmenü.

wieder in der “Frühstücksbucht” im NO von Sami

In Sami hatten wir beim Ablegen einen „Ankersalat“ – mein Anker lag unter zwei 10mm Ketten von Seglern auf der anderen Hafenseite. Dieses Gewicht war so schwer, dass die Winsch der Calisto die „gegnerischen“ Ketten nicht zur Gänze hochheben konnte. Einer der Jungs musste also ins Wasser und eine Leine unter den Ketten durchziehen, damit ich diese an der Klampe fixieren konnte. Danach konnte mein Anker etwas gesenkt werden und wurde von unserem Taucher zwischen den beiden Ketten herausgewurschtelt. Nachdem mein Anker frei war konnte das Seil wieder gelöst werden und die beiden Ankerketten sanken auf den Boden. Bei knapp 30 Grad Wassertemperatur kein Problem, in einem kühleren Gewässer nicht so toll…

vor Anker in der Bucht Kalo Limani – Kefalonia Ostseite

Das Wetter war übrigens immer angenehm mit Tagestemperaturen bis 33 Grad, wobei es bis zum Morgen auf 22-24 Grad abkühlte.

Die letzte Etappe führte uns wieder zu Alex nach Meganisi und am nächsten Morgen nur mehr rüber nach Nidri zum Skorpios Ponton. Meine Besucher flogen noch am selben Tag nach Hause und auch für mich blieben nur mehr zwei Tage.

 

 

Zwischen Errikousa und Kalamata – Mai 2019


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Mittwoch 08.05.2019

die Temperaturen sind derzeit eher so, wie man sich hier schöne Wintertage vorstellt. Bei unserem Start im Morgengrauen zeigte dasThermometer 12 Grad, aber zum Glück hatte der Wind nachgelassen. Wir tuckerten gemächlich zum Lefkas-Kanal (9.00 Uhr Brücke) und von dort weiter nach Paxos. Die Windprognosen stimmten genau. Zuerst etwas Segelwind und zum Schluss Gegenwind. Trotz Sonne konnten wir unsere Jacken nicht ausziehen. Die 9 ½ Stunden Fahrt waren aber trotzdem ganz ok. Zwischendurch roch es immer mehr nach Diesel, sodass ich im Motorraum Nachschau hielt. Die Entlüftungsschraube war nicht ganz fest, es tropfte etwasTreibstoff heraus – nachgezogen – fertig. Ansonsten ereignislos. In Gaios legten wir direkt am Dorfkai an, was auch nur in der Nebensaison so einfach geht. Kostet jetzt allerdings bereits 22€ (ohne Strom, dafür r.k. mit Anker). Unser Platz lag halbwegs geschützt in der Sonne und wir konnten kurzfristig sogar T-Shirt und Short anziehen. Ein herrliches Gyros rundete diesen Tag ab. Danach nur mehr schreiben und ab in die Federn

kühlerMorgen
Lefkaskanal
Gaios Paxos

Nach einer angenehm ruhigen Nacht und einer kleinen Morgenrunde kletterte ich (mit Prusikschlinge) in den Mast um das Toplicht gegen eine LED Lampe auszutauschen.  Es funktionierte, nur leider kam ich im Laufe des Tages drauf, dass die Windanzeige jetzt tot ist…

Gaios – Paxos

Ausflug in den Mast

Um 8 Uhr starteten wir bei Sonnenschein mit leichtem Segelwind Richtung Korfu / Marina Mandraki. Zeitweise war sogar T-Shirt Wetter. Gegen Mittag flaute der Wind etwas ab, sodass wir wieder den Motor dazu schalteten. Die Wolken wurden dichter und der leichte Wind kam genau von achtern. Insgesamt aber ganz ok. Die Marina war bis zum Abend fast voll und es empfiehlt sich vorher anzurufen und zu reservieren. Eine Stadtrunde gabs auch noch, zumal ich einen Handwindmesser erwerben wollte und unseren Gemüsevorrat mussten wir auch noch auffüllen.

auf dem Weg nach Korfu
kurz vor der Festung Korfu – in der Marina Mandraki wird zumeist mit dem Bug angelegt (deshalb Bugleinen)
..und nochmals in den Mast um den Windmesser zu kontrollieren
ein bewährtes Team unterwegs
Abfahrt Korfu

In der Nacht war etwas Regen und das Boot schaukelte im Wind. Am Morgen noch bewölkt und diesig. Wir brachen gegen 6.30 Uhr auf Richtung Marina Gouvia um zu tanken. Bei der Tankstelle war keiner und über Funk erfuhren wir, dass  in einer halben Stunden geöffnet wird. Dem war nicht so und um 09.00 Uhr ging ich zu einem Office in der Nähe. Dort war der Tankwart, sah mich fragend an, blickte auf die Uhr und meinte dass es noch nicht 09.00 Uhr sei (es war bereits 09.05h). Außerdem gäbe es keinen Strom und folglich auch keinen Diesel. Vielleicht gegen Mittag… Auf die Frage, warum er uns dann am Tankstellenkai eine Stunde warten lässt, gab es nur einen Blick auf die Uhr und ein Achselzucken.  Manchmal können sie richtige Ungusteln sein diese Griechen…. Dafür war die Windanzeige wieder ok, vielleicht hat der Kontaktspray  geholfen. Unsere Fahrt ging (ohne tanken) zwischen Korfu und Albanien weiter nach Norden, dann bei Sonnenschein nach Westen bis zur Insel Errikousa. Dort gibt es seit dem Sommer vorigen Jahres eine neue Marina mit Mooringleinen etc. Da wir noch vor der offiziellen Eröffnung angelegt hatten mussten wir auch nichts zahlen. Hier sind alle sehr freundlich und die Insel vermittelt insgesamt einen beschaulichen Eindruck. Nach einer 7km Wanderroute nahmen wir gleich das Abendessen in einem Cafe vor Ort. Rein gefühlsmäßig waren wir dort heuer die ersten Gäste. Aber das Essen war sehr gut und preiswert.

die großzügige Hafenanlage von Errikousa,  offizielle Eröffnung ist am nächsten Tag gewesen

In Korfu hatten wir ein flüssiges Planenimprägnierungsmittel erworben und dieses in Errikousa beim Bimini aufgetragen
eine beschauliche Insel

In der Marina kamen in der Nacht noch ein paar Regattaboote aus Italien an, ansonsten herrschte Ruhe. Noch im Finsteren startete ich den Motor, Positionslichter an und los gings. Eigentlich wollten wir nach Italien, aber die Wetterprognosen zeigten sich sehr unbeständig und nicht einladend. Um doch eine Langfahrt zu machen sollte es 120 NM bis Kefalonia gehen. Geplante Ankunft am nächsten Morgen. Außerhalb des Hafens hissten wir die Segel bei ca. 4 Beaufort achterlichem Wind. Sobald wir vom Schutz der Insel weg waren wurden die Wellen größer und die Fahrt sehr bewegt.  Vorbei an der Insel Mandraki, entlang der Korfu Westseite Richtung Süden. Nachdem die Windrichtung passte bereitete ich den Parasailor für den Einsatz vor. Vollkommen konzentriert auf dieses Segel übersah ich, dass der Wind bereits in Böen um die 20 Knoten hatte und genau beim Hissen schoss eine Böe in das sich aufblähende Segel…. Was soll ich sagen, das Manöver ging schief – starke Schräglage, Boot schießt in den Wind, usw… wir konnten diese missliche Lage gerade noch in den Griff kriegen, alles gut gegangen. Etwas erschöpft und um einige Erfahrungen reicher setzten wir die Fahrt ohne Parasailor fort. Durch den Wellengang plagte sich der Autopilot und etwa gegen Mittag, nach einem Viertel der geplanten Fahrt hatte er die ersten Aussetzer. Was tun? Ich hab meine Telefonjoker angerufen und kam zum Schluss die Fahrt nach Nidri (ins Basecamp) umzuändern. Wir hatten noch 50 NM bis zur Lefkasbrücke und starteten deshalb den Motor um statt vier, doch 6 Knoten zu fahren. Zwischendurch besprühte ich die E-Stecker des Autopiloten mit Kontaktspray. Das lange Steuern mit der Hand ist ziemlich anstrengend, weshalb ich nach einiger Zeit doch wieder den Autopilot testete. Siehe da, er funktionierte und hatte bis 22.00 Uhr nur mehr einen Aussetzer. Im Finsteren kamen wir bei der Lefkas-Brücke nach 17 Stunden Fahrt an, und gingen bei (fast) Windstille vor der Brücke längsseits. Es folgte eine sehr ruhige Nacht.

Zeitiger Aufbruch
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In der Früh nahmen wir die 8Uhr-Brückendurchfahrt und legten zwei Stunden später bei Conny am Scorpios Ponton in Nidri an. Jetzt ist erstmal ausrasten angesagt.

Nidri
Skorpios Ponton

Dazwischen gibt es aber immer etwas zu tun. Tanken, einkaufen, Organisatorisches, etc. Hier am Scorpios Ponton ist es aber sowieso nie fad. Eine Laufrunde stand auch auf dem Programm. Nebenbei war schlechtes Wetter angesagt und in der Nacht hätte der Wind eigentlich auffrischen sollen. Doch außer periodischen Regenfällen war alles ruhig.  Eine besondere Herausforderung war die elektronische Bezahlung der mit 18.5. fälligen „Greek-Cruising-Tax“. Dazu musste ich mich bei der Seite www.aade.gr registrieren und erhielt mit einigen Arbeitsschritten weiter, der Eingabe von Boots- sowie Eignerdaten ein sogenanntes ePravolo (lange Steuernummer). Damit war der Weg für die Einbezahlung dieser Gebühr geebnet und ich überwies 165€ für die Monate, wo das Boot heuer im Wasser sein wird. Leider war zu Beginn ein zugesagtes E-Mail mit einem Freischaltlink nicht übermittelt worden (war letztendlich im Spam) was die ganze Sache etwas in die Länge zog. Jedenfalls hab ich jetzt alles und die Behörden können zufrieden sein. In Korfu hatten wir übrigens ein flüssiges Planenimprägnierungsmittel erworben und dieses in Errikousa aufgetragen. In der vergangenen Nacht hatte es den ersten Regentest überstanden. Am zweiten Abend hatte es allerdings so stark geschüttet, dass dieses Mittel auch an seine Grenzen kam. Mit einem zweiten Anstrich sollte es besser werden. Den Nidri Wasserfall hatten wir auch noch zu Fuß besucht. Als wir dort waren kam nicht nur beim „Katerakt“ das Wasser, sondern auch der Himmel öffnete seine Schleusen…

In der Früh ging es nach kurzer Pause wieder mit Schüttregen weiter. Als es endlich aufhörte starten wir Richtung Süden. Mangels Wind mit Motor. Zuerst streikte der Autopilot wieder, doch nach 1 ½ Stunden funktioniert er, und keiner weiß warum. Die Sonne kam dann auch endlich und verschaffte uns einen vergnüglichen Bootstag. Wir motorten bis Kefalonia/Poros und fanden im Hafen leicht Platz. Hier war es richtig warm und angenehm.  Der nächste Tag sollte genau so angenehm und auch wärmer werden, doch es kam der für den Vortag prognostizierte Gegenwind und verschaffte uns eine ruppige Fahrt bei maximal 4 KT (mit Motor). Im Hafen Zakynthos hatte es erstmals angenehme Temperaturen. Wir lagen ruhig im Marinabereich. Man bezahlt nun pro Tag  15€, für Strom und Wasser je 5€ und die einmalige Hafengebühr von 10€ pro Besuch – ohne Mooringleinen, mit Buganker. Schön langsam werden die Preise erhöht und es empfiehlt sich dort zu reservieren  (nachträglich  bin ich drauf gekommen, dass mich dieser Kerl etwas gelinkt hat). Trotz Vorsaison und nicht so tollem Wetter, war der Marina-Kai am Abend fast voll. Ansonsten ist nicht so viel los.

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Um 03.45 Uhr läutete der Wecker und wir starteten südwärts zu einer 68 NM Etappe nach Pylos. Auch diesmal war etwas Gegenwind, bzw am Nachmittag W-Wind angesagt. Das Meer war jedoch gnädig zu uns, kaum Wellen, wenig Wind, aber saukalt. Erstmals in Griechenland musste ich mir eine Decke ins Cockpit holen. Trotz Sonnenschein waren wir bis 10 NM vor Pylos eingehüllt wie bei einem Wintertörn. Bei der Einfahrt in die Navarino Bucht war wieder mal eine Schrecksekunde. Am Bootsrumpf schepperte irgendwas, jedenfalls ein außergewöhnliches Geräusch. Motor ok, Antriebswelle ok, alles bestens. Dann fiel mir ein, dass ich im Morgengrauen eine im Wasser schwimmende Bambusstange übersehen hatte und diese hinter dem Boot nicht aufgetaucht ist. Ich stoppte die Calisto, fuhr ein paar Meter rückwärts und siehe da, plötzlich tauchte eine in der Mitte geknickte Bambusstange auf…. ca. 60 NM mitgeschleppt. In der Marina Pylos fanden wir gerade noch einen Platz am Kai bei der Hafeneinfahrt. Diese „Marina“ verkommt immer mehr zu Abstellplatz für Dauerlieger. Charterschiffe sieht man hier fast nie. Der Gesamte Kai ist mit Schiffen belegt die wahrscheinlich seit Wochen/Monaten/Jahren nicht mehr bewegt wurden. Zur Absicherung dieser Yachten, wurden dann immer gleich zwei Mooringleinen verwendet, sodass trotz Platz keine Befestigungsmöglichkeit für andere Boote vorhanden ist. Bin neugierig, bis wann sich hier mal etwas ändert.  Trotzdem gefällt uns Pylos immer sehr gut. Wir haben natürlich den Marineshop unseres Vertrauens besucht, wo uns der Besitzer gleich wieder erkannte und uns freundlich begrüßte. In unserem Stammlokal hatten wir sogar den selben Tisch.

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Einfahrt Navarino Bucht
Marina Pylos
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Im örtlichen Marineshop konnte ich auch meine beiden Feuerlöscher ganz unkompliziert zur Überprüfung geben. Der Bruder des Besitzers macht das. Während der ersten Nacht hatte es ein paar mal geregnet, doch am Morgen lachte bald die Sonne. Es war aber ziemlich durchwachsen und bei Bewölkung nach wie vor kühl. Nach einer weiteren ruhigen Nacht hieß es am nächsten Morgen “Leinen los” und auf zur letzten Etappe mit Fritz. Ziel Kalamata. Der Autopilot hatte nun anscheinend komplett seinen Geist aufgegeben und so war auf die gesamten 40 NM Handsteuerung angesagt. Die letzten 10 NM mit ansprechendem Segelwind bis 17 KT bei der Einfahrt in die Marina Kalamata (Funk Kanal 69 – nirgends angeschrieben).

Festung Methoni
Kouroni im Vorbeifahren
Marina Kalamata
Kalamata – Blick Richtung “Historic Center”

In zwei Tagen werden wir hier den „Crewwechsel“ haben. Die Stadt Kalamata bietet auf den ersten Blick keine Besonderheiten und hat ihre besseren Zeiten anscheinend bereits hinter sich. Man bekommt aber ziemlich alles und auch die Marina ist voll ok. Beim ersten Stadtrundgang folgten wir dem Schild „Historic Center“ vom Hafen Richtung Norden. Diese paar Kilometer hätten wir uns sparen können, denn außer der normalen Stadtinfrastruktur gab es dort lediglich eine Kirche mit einem Platz davor, und bis auf die Kirche alles eher ungepflegt und teilweise echt heruntergekommen. Für das Abendessen nahmen wir diesmal ein Pastalokal in Hafennähe. Das war ganz gut und auch preiswert (bis auf den Wein). Danach folgte eine äußerst unruhige und ruppige Nacht. Der S-Wind hatte am Nachmittag aufgefrischt und in die Bucht von Kalamata rollten die Wellen herein. Blöderweise ist die Hafeneinfahrt genau so gelegen, dass der Schwell von draußen fast den gesamten Marinabereich betraf.  Der Steg für die Tageslieger war diesem besonders ausgesetzt und so ruckelte es die gesamte Nacht ziemlich heftig. Der Schlaf war dementsprechend unruhig und mich wunderte es, dass die Seile dieser Belastung Stand hielten.

durch den Südwind gab es Wellen und der Schwell war an unserem Liegeplatz sehr stark zu spüren

Gegen Morgen wurde es etwas besser und ich raffte mich zu einer Laufrunde auf. Danach warteten wir auf den Marinaelektriker, der uns am Vortag zusagte in der Früh vorbei zu schauen. Es wurde 10.30 Uhr bis er vorbei kam und sich unser Problem mit dem Autopilot ansah. Letztendlich war es zum Glück nur ein defekter Stecker, bzw das Kabel und mit etwas Improvisation und Bastelgeschick hatte er die Selbststeuerung wieder zum Laufen gebracht. Mir fiel ein Stein vom Herzen….

Wir mieteten noch ein Auto und fuhren ein Stück der Ostseite Richtung Süden bis zur Ortschaft Kardamili. Dieser Ort war sehr gepflegt und vermittelte einen guten Eindruck. Tolle Buchten und  nette Umgebung. Aufgrund des Südwindes konnten wir sogar Surfer beim Abreiten der Wellen beobachten.

die Gegend um Kardamili ist sehr abwechslungsreich, es gibt sogar Sicht auf schneebedeckte Berge

Und hier der Film über die bisher zurückgelegten Seemeilen

Meine Frau Andrea kam am nächsten Tag mit dem Flieger nach Kalamata und Fritz flog mit dem selben Gerät retour nach Österreich. Zum Glück war der Schwell im Hafen bereits zurückgegangen sonst wäre mein Schatz bereits vor der Weiterfahrt seekrank geworden.

Crewwechsel   ;-)))

Ab nun gings wieder retour und wir hatten eine gute Woche Zeit um nach Zakynthos zu gelangen. Zuerst natürlich bis Pylos und nach einem Rast/Sightseeing-Tag (Ochsenbauchbucht, Methoni Castle) weiter nordwärts bis zu der mir bis dato unbekannten Ortschaft Kyparissia.  Von hier kannte ich nur die Google Maps Ansichten und erhoffte mir keine Besonderheiten. Nach einer 28 NM Fahrt mit Gegenwind und Welle fanden wir im dortigen großzügigen Hafen längsseits leicht einen Platz und konnten sogleich bis zu sechs Schildkröten auf einmal beobachten. Vom Liegeplatz aus sieht man wie sich diese Kleinstadt (ca 7000 Einwohner) den Berghang hinaufschmiegt – ein malerisches Bild. Als wir dann einen umfangreichen Stadtrundgang bis hinauf zur Burgruine absolvierten, hatte uns dieser Ort gleich für sich gewonnen. Pulsierendes authentisches Leben, viele Geschäfte und Lokale in ansprechender Umgebung. Als ausländischer Tourist fällt man hier auf. Es kommt immer wieder zu netten Gesprächen, die Menschen sind freundlich und hilfsbereit. Weil das Wetter passte blieben wir noch einen Tag. Die Sonne wärmte nun bereits etwas mehr, nach dem Morgenlauf gabs bereits ein Bad im kristallklaren Hafenwasser.

noch immer keine Mai-Temperaturen
“Marina” Pylos
die Wanderung über die Ruine zur Ochsenbauchbucht ist immer wieder ein Erlebnis
die Gegend dort ist wirklich sehenswert

unser Ruhetag in Pylos führte uns auch noch zur Festung bei Methoni
die geschützte Bucht von Methoni
in der Morgensonne aus der Navarinobucht und weiter nach Kyparissia
außerhalb der Navarinobucht erwartete uns lästiger Gegenwind mit Welle
sobald es direkt Richtung Kyparissia ging wurde es ruhiger
das große Hafenbecken von Kyparissia
wir sahen bis zu sechs Schildkröten gleichzeitig
Kyparissia von der Burgruine am oberen Rand der Stadt

Um die Etappen nicht allzu lange zu halten hatten wir den nächsten Stopp knapp 30 NM nördlich im ruhigen Ort Katakolon.  Wir motorsegelten bei schwachem Wind zu diesem spärlich besuchten Hafen. Hierher kommen  nur Segler auf der Durchreise, oder jene die nach Olympia wollen. Wegen dieser in der Nähe befindlichen historischen Stätte wird  Katakolon auch von Kreuzfahrtschiffen angefahren. Seit meinem letzten Besuch vor etwa drei Jahren wurde der Hafenbereich richtig herausgeputzt. Der Anlegebereich für die Segler hat sich jedoch nicht verändert. Diesmal kassierte niemand, man sucht sich einen Platz und legt r.k. an. (mit Buganker). Bis zum Abend zählte ich insgesamt 7 Fahrtensegler. Flottilien oder Charter sieht man hier praktisch nie.

Katakolon vom Dorfhügel aus gesehen

Nun waren es nur mehr  5-6 Stunden nach Westen bis Zakynthos, in den Hafen von Zante. Hier hatte ich mit dem „Marinero vor Ort“ noch eine kleine Rechnung offen. Aufgrund eines vorangegangen Telefongespräches mit der Port Authority wusste ich, dass die dort eingehobenen Gebühren keinesfalls die einmalige Hafengebühr von 10€ beinhalten dürfen. Er war einsichtig und wir einigten uns unter Einbeziehung der Strom/Wasserabrechnung.

am offenen Meer war es noch immer kühl
Zakynthos – Hafen Zante

Am späten Nachmittag frischte der Wind ziemlich auf und stellte allseits die gelegten Anker auf die Probe. 20 Knoten schräg über das gesamte Hafenbecken (SO-Wind) machten unseren Liegeplatz etwas ungemütlich. Mit Sorge sah ich auf den nächsten Tag, denn es waren in Böen bis 40 KT angesagt. Zum Glück war dem nicht so, und wir konnten in Ruhe eine Sightseeing-Runde drehen (Shipwreckbay, etc).

Inselrundfahrt mit Shipwreckbay

Tags darauf flog Andrea wieder nach Hause. Ich war noch 5 Tage solo unterwegs und fuhr über Kefalonia/Sami, Astakos und Meganisi nach Nidri retour.

Von Zakynthos Richtung Kefalonia steigerte sich der NW-Wind immer mehr, sodass ich spürbar einreffen musste. SOG bis 8 KT! An der Ostseite von Kefalonia beruhigte sich die ganze Sache wieder.

mit gerefften Segeln um das Südkap von Kefalonia

Sami war eine neue Destination für mich, hier hatte ich noch nie angelegt. Es werden keine Gebühren eingehoben, man liegt r.k. mit Buganker. Eine nette Ortschaft (Fährverbindung zum Festland) mit der üblichen Infrastruktur, vielen Lokalen und auch einem Marine-Shop. Trotzdem ist es relativ ruhig, ein Kiesstrand befindet sich unmittelbar neben dem Hafen, aber auch im Scheitel der großen Bucht. Eher ungewöhnlich für Griechenland, gibt es auch einen Wanderweg zur „Akropolis von Sami“, welche ca 250 Hm oberhalb auf einem angrenzenden Hügel zu sehen ist. In Verbindung mit einer Kirche und weiteren antiken Steinen auf einem daneben befindlichen Hügel ist das eine gemütliche 2-3 Stunden Tour.

Hafen Sami vom Dorfhügel gesehen
Wanderung zu antiken Stätten

Ein weiteres Ziel (meine Laufrunde) war das ca. vier Km nordöstlich liegende Antisamos – eine große Badebucht (auch Ankermöglichkeit) mit Liegestühlen, Sonnenschirmen, etc. Insgesamt ist Sami eine sehr gute Alternative zum überlaufenen Effimia, wenngleich auch hier zum Abend hin der Hafen voll wird.

Astakos (29 NM nordöstlich von Sami, am Festland)  war ebenfalls neu für mich und deshalb mein nächstes Ziel. Die gesamte Fahrt, wenig Wind-Sonne-warm, ich konnte es fast nicht glauben. Zeitgerecht zum Anlegen war natürlich wieder auffrischender Seitenwind und niemand nahm mir meine Leinen an. Einige Griechen saßen gemütlich in den am Hafen befindlichen Tavernen und rührten sich nicht vom Fleck…. und Segler waren auch nicht zu sehen. Zum Glück gabs dort diese gelben Hafenpoller, wo ich mein Seil drüberwerfen konnte und mein Anlegemanöver rettete.

jetzt gibt es endlich die ersehnten Temperaturen
Hafen Astakos

Der aufgefrischte Wind kam natürlich von einer Seite die im Hafen etwas Schwell verursachte. Bei Winden aus südlicher Richtung ist dieser Hafen nämlich nicht zu empfehlen. Es wurde zum Glück relativ schnell wieder ruhig und mein Puls ging wieder etwas runter…. In der Zwischenzeit hatten doch noch ein paar andere Segler angelegt, darunter ein riesiger Charterkatamaran mit einer Schwechater (Ostösterreich) Männercrew. Da war es mit meinen Eremitendasein gleich vorbei. Wir saßen bald in der Taverne gegenüber und labten uns am Gerstensaft….

Obwohl die Ortschaft sehr bemüht ist und den Seglern Liegeplatz, Strom / Wasser gratis zur Verfügung stellt, hat mich Astakos nicht ganz überzeugen können. Neben meinem Schiff war ein kleines Kanalrohr, wo dann und wann etwas stinkende Flüssigkeit ins Meer floss, zusätzlich war es ziemlich unruhig. Ansonsten ist diese Ortschaft eigentlich nett. Hinter dem Hafenbereich gibt es Geschäfte und weitere Restaurants etc.

Die Nacht war dann wider Erwarten geruhsam und der Morgenlauf in netter Umgebung. Insgesamt also doch mehr positiv.

Meinen Törnabschluss hatte ich nach ein paar Segel- und Motorstunden traditionell in Meganisi / Vathi bei Karnagio. Danach nur mehr rüber nach Nidri und einen Tag später ab nach Hause. Colin wird auch diesmal die Calisto vom Skorpios Ponton holen und zu seinem Platz überstellen. In ein paar Wochen geht’s dann wieder weiter…. dazwischen ist etwas arbeiten angesagt 😉

 

 

 

 

 

 

2019 – Saisonbeginn Anfang Mai


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Obwohl sich mein Winter sehr erfolgreich gestaltet hatte (gute Schneelage, viele Schitouren) wurde die Vorfreude auf die kommende Segelsaison zu Frühlingsbeginn immer größer. Allerdings lag auch leichte Nervosität in der Luft, zumal sich „mein“ Engländer Colin trotz einiger Schreiben nicht gemeldet hatte. Sehr spät erhielt ich die Info, dass er nun doch in Nidri sei und das Launching der Calisto wie geplant von statten gehen sollte. Die Anreise war diesmal am Freitag mit dem Flugzeug nach Korfu, dann mit der Fähre nach Igoumenitsa und mit dem Mietauto bis Nidri. Das Mietauto konnte ich in Nidri zurück geben, weshalb es  einen erhöhte Preis gab.  Fritz war wieder mein Begleiter. Wir kamen kurz vor Einbruch der Dunkelheit in Nidri, beim Scorpios Ponton an, nur die Calisto war nicht zu sehen. Colin nicht erreichbar und alles etwas sonderbar…. Die Calisto lag noch in der nahen Konidaris Werft aufgebockt an Land hinter vier anderen Segelschiffe – vorerst totaler Frust, doch am nächsten Morgen begannen wir gleich mit den Arbeiten am Boot und bereiteten die Calisto nach und nach für die Saison vor. Drei Tage später waren wir letztendlich im Wasser und fuhren direkt nach Meganisi / Karnagio, wo Alex einen Platz für uns hatte. Das Wetter war ziemlich durchwachsen, teilweise mit Regen und stärkerem Wind, aber vor allem viel zu kühl für die Jahreszeit.  Wir blieben  zwei Nächte und arbeiteten die letzten Dinge der Todo-Liste ab. Hier in Meganisi ist das aber trotzdem sehr angenehm, es ist nach wie vor mein Wohlfühlplatz.

Fazit 2018


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Hochzufrieden kann ich  auf meine erste Saison mit Calisto & Friends zurückblicken. Insgesamt 1324 Seemeilen vom nördlichen Ionischen Meer, zum Peloponnes, westliche Kykladen, Saronischer Golf, Kanal und Golf von Korinth, Patras, etc. mit einigen neuen Häfen und Buchten. Obwohl ich nun bereits seit sechs Jahren auf der griechischen Westseite unterwegs bin, gibt es trotzdem noch genug zu sehen und immer wieder Inspiration für neue Törns. Ist aber auch kein Wunder, denn immerhin handelt es sich um ein Gebiet mit einer Ausdehnung von ca. 300 Seemeilen, was in etwa der Distanz von Venedig bis Dubrovnik entspricht.

Insgeheim habe ich schon mit einer Verlegung in die Ägäis spekuliert und deswegen so nebenbei immer die Windverhältnisse im Bereich Kykladen und Dodekanes beobachtet. Die dabei gewonnene Erkenntnis war jedoch nicht sehr motivierend, denn es herrschten großteils starke Winde und eher rauhere Bedingungen. Da ich noch mitten im Berufsleben stehe ist für mich eine exakte Terminplanung für die Rückflüge sehr wichtig und mehrtägige Meltemistürme tragen hier nicht zu entspannten Urlaubstagen bei.  Calisto wird ihren Stützpunkt also auch nächstes Jahr wieder im vertrauten Nidri haben.

Zwischen Lefkas und Korfu 2


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Ende August begann mein letzter Griechenlandaufenthalt in diesem Jahr. Clemens hatte auch wieder mal Lust auf Segeln und verbrachte eine Woche mit mir.

Da er seinen Rückflug von Korfu aus hatte, ging es natürlich wieder rauf nach Norden. Zuerst jedoch nach Süden, von Nidri  bis Vasiliki und von dort in einem langen Törn (54 NM)  die Lefkas – Westseite nördlich entlang bis (wieder mal) Paxos Mongonisi. Diese Fahrt war etwas unruhig und verschaffte uns einen flauen Magen. Dazu kam noch ein mulmiges Gefühl, als im Westen dunkle Wolken auftauchten und sich drei Windhosen, oder Minitornados, in unserer Nähe bildeten.

bedrohliche Tornados westlich von uns

Zwischendurch begann es auch kurz zu regnen und vor Paxos steigerte sich der Wind bis 25Kn auf die Nase.

Bei der Einfahrt nach Mongonisi kreuzten bereits mehrere andere Yachten im starken NW-Wind auf der Suche nach einer Anlegemöglichkeit, bzw. zum Ankern. Wir schafften es im zweiten Versuch mit einem etwas längeren Anlauf. Der Seitenwind drückte dermaßen an den Schiffsrumpf, dass dieser nur mit einer guten Retourgeschwindigkeit auf Kurs gehalten werden konnte. Wir hatten helfende Hände am Kai und der Anker hatte sich auch gut eingegraben. Alles bestens – das weitere Hafenkino mit den laufend einfahrenden Schiffen konnten wir uns nun mit einem gemütlichen Bierchen ansehen. Vom nahen Restaurant fuhr ein Schlauchboot im Anlegebereich des Kais herum und unterstützte die einlaufende Flottillie mit zusätzlichen alten Draggenanker. Zum Tagesausklang gabs noch einen sehr umfangreichen Schütter, sodass die überdachten Plätze im Restaurant zu knapp wurden… in weiser Voraussicht hatten wir aber reserviert.

Bucht von Mongonisi – Paxos Süd

Ab jetzt waren die Etappen kürzer und wir nützten die Zeit für einen Morgenwanderung zum Tripitos-Tor – sehr beeindruckend.

Tripitos Tor auf der Paxos Westseite

Der nächste Stopp war natürlich abermals in der Lakka Bucht, wo es bis zum Abend knallvoll wurde. In der Hauptsaison ist ganz schön viel Betrieb.

Paxos Lakka Bay
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Die anschließende Etappe ging zum Festland bis Sivota. Hier hatte ich die Telefonnummer der kleinen Marina und reservierte einen Platz. Bei der Überfahrt konnten wir den Parasailor hissen und hatten für diese 10 NM optimale Verhältnisse.

Da es auch an diesem Tag sehr heiß war, hüpften wir nach dem Anlegen gleich bei der Hafenmole ins Wasser und schwammen entlang des Steinwalles auf der Außenseite der Marina bis ca, auf Höhe unseres Liegeplatzes. Plötzlich kam ein Polizeiauto, blieb bei uns stehen, ein Polizist stieg aus und kam auf uns zu. Wir, triefend nass, am Kai mit fragendem Blick – was will der hier von uns? Das Schwimmen im Hafenbereich ist verboten und wir sollen eine „Fee“ bezahlen. Nur, ..in der Badehose hat man üblicherweise kein Geld dabei… Nach einigen Sätzen bemerkte er, dass wir hier in der Marina mit unserem Schiff angelegt hatten und mussten deshalb keine Strafe zahlen. So schnell er gekommen war, vertschüsste er sich wieder. …so etwas ist mir bisher in Griechenland noch nicht passiert…

Die Zeit verging viel zu schnell und Clemens musste am Tag darauf nach Korfu. Ich lag abermals in der Marina Mandraki, wo ich wieder zuvor reserviert hatte. Das funktioniert ganz gut, es ist mein Lieblingsplatz in Korfu.

die größte Segelyacht der Welt “A” vor Korfu Stadt
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Clemens flog am nächsten Morgen nach Hause und ich fuhr mit einem Motorroller zum höchsten Punkt von Korfu – dem Pantokrator. War ein netter Tag mir viel Gegend und über 100km.

Pantokrator – höchster Punkt von Korfu – 911m Seehöhe

Nach einer weiteren Nacht in der Marina  gings „Einhand“ weiter.

Aufbruch Richtung Korfu Nord
kaum Wind – eine Motorstrecke

Rauf nach Norden zur Insel Erikousa (kleine Hafensightseeingrunde) und noch rüber bis Othonoi.

Erikousa in Sicht
großzügiger Hafen in Erikousa
Othoni in Sicht
Hafenbucht in Othoni
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Hafenbucht Othoni
Hafenkai Othoni mit Längsliegemöglichkeiten für mehrere Schiffe

Dort fand ich im Hafenbecken einen guten Ankerplatz auf Sandgrund. Der Boden ist dort teilweise felsendurchsetzt, insgesamt aber ein sehr schöner und ruhiger Platz. Es gab sogar beschriftete Wanderwege, wo ich einer Markierung Im Nachmittagslicht  ca. 200Hm bis zur alten Chora folgte. Diese Insel strahlte irgendwie Ruhe und Gelassenheit aus. Ich fühlte mich echt wohl, was aber auch vielleicht mit dem äußerst guten Wetter zusammenhängte.

Nach einer ruhigen Nacht startete ich bereits in der Morgendämmerung Richtung Süden, immer entlang der Korfu-Westseite. Zuerst bis zur Insel Mathraki (kleine Hafensightseeingrunde) und von dort bis Paxos.

wieder ein früher Start – es geht südwärts
kleiner Hafen bei der Insel Mathraki

Es war eine sehr ruhige Fahrt, wo es erst ab Korfu Süd nennenswerten Wind gab, welcher sich bis zur Lakka Bucht noch ganz schön steigerte.

Easy going entlang der Korfu Westseite
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Es folgte meine bereits vierte Nacht an diesem an und für sich sehr schönen Ankerplatz. Wie wir hier 2014 erstmals ankerten, war ich begeistert vom glasklaren, türkisen Wasser. Nun ist aber permanent so viel los, dass durch die vielen „Anker runter – Anker rauf“ Manöver ständig trübes Wasser vorhanden ist. An weitere Möglichkeiten für trübes Wasser will ich gar nicht denken… Diesmal wollte ich einen Sonnenuntergang direkt am Meereshorizont erleben. Dazu ging ich am Abend zur Inselwestseite und fand nach ein paar Kilometer eine unbewaldete Anhöhe  mit prächtiger Aussicht. Genau um 20.04 Uhr verschwand die orangerote Kugel an der Meereskante – ein gewaltiger Anblick. Danach mit schnellem Schritt retour nach Lakka, wo ich kurz vor der Dunkelheit eintraf.

Sämtliche Restaurants waren bereits gut besucht und das kleine Dorf war voll belebt. Da meine Adjustierung für die Tavernen nicht passend war, wollte ich ein Gyros/Pita (Fast Food zum Essen mit der Hand) kaufen. Das gab es aber nicht und so verzog ich mich aufs Boot und bereitete mir ein Buchtmenü zu. Irgendwie hatte ich keine Lust auf den Rummel.Am Tag darauf fuhr ich bereits retour nach Nidri. Ich hatte einiges zu erledigen und nahm den kürzeren Weg durch den Lefkas Kanal. Bis zum Eintreffen meiner Andrea waren noch ein paar Tage Zeit, welche ich am Scorpios Ponton und in Meganisi bei Karnagio verbrachte. Inzwischen kenne ich ja doch einige Personen und so sind diese Aufenthalte immer sehr kurzweilig. Ein gemeinsames Nachmittagsbier im Schatten vor dem Scorpios Büro, oder kollektive Pizzabestellung zum Ponton, oder einfach nur tratschen…, aber auch ein Motorservice mit Ölwechsel und Erneuerung diverser Filter, etc stand am Programm.

kleines Motorservice

Als Andrea ankam, blieb uns nur mehr eine gemeinsame Woche die wir in Ithaka und Meganisi verbrachten. Zuerst in Kioni (mit Landleinen gegenüber der Hafenmole), und am nächsten Tag das kurze Stück weiter bis Vathi.

Bucht von Kioni mit Landleinen – Ithaka Ost
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In Vathi war ich erstmals in der kleinen Marina im nordöstlichen Buchtbereich. Dort ist es äußerst ruhig und man liegt geschützt. Wir mieteten uns einen Kleinwagen und erkundeten die Insel.

Ithaka – die Bucht von Vathi aus der Ferne
Kloster
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Ithaka Nordseite
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Bergdorf Exogi
die kleine Bucht von Frikes – hier liegt man im Päckchen
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Nachtmahl in Stavros
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Filiatro Bucht im Osten der Insel
Sarakiniko Bucht im Osten
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Es war jetzt Mitte September, jedoch von Nebensaison keine Spur. Bei meinem Morgenlauf rund um die Vathi Bucht zählte ich insgesamt 170 (!) Segel- und Motoryachten.

Für Meganisi hatten wir wieder reserviert und genossen die letzten zwei Tage dieser Segelsaison. Nebenbei erledigte ich bereits Einwinterungsarbeiten, sodass ich die Calisto am letzten Tag in Nidri bereits entsprechend präpariert an Colin übergeben konnte.

 

Insel Meganisi – Karnagio (rote Markierung)

Mit dem Samstagnachmittagflug Richtung Wien war meine Segelsaison 2018 definitiv beendet. Voller Wehmut sah ich die letzten Konturen der griechischen Küste im Abendlicht verschwinden. Der tolle Segelsommer 2018 war Geschichte – die nächste Saison sollte im Mai 2019 beginnen.

Abschied 2018 – noch 7 1/2 Monate bis zum nächsten Törn

 

Zwischen Lefkas und Korfu 1


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Ende Juni bin ich wieder in Nidri und starte mit Walter und Peter einen Törn mit Ziel Korfu. Die Beiden fliegen von dort nach Hause und ich werde meine Andrea an Bord nehmen.

(Die Fotos dieses Beitrages stammen aus den Archiven Peter und Walter)

erstes Ziel – Meganisi
Vathi
zu Gast bei Karnagio
Ausblick nach Vathi beim Morgenlauf

Nach einer Nacht in Meganisi/Karnagio fahren wir zwischen Kalamos und Meganisi Richtung Süden. Leider ist kaum Wind und ich kann den Parasailor  nicht hissen. Dafür ziehen rund um uns Wolkenberge auf, welche eine unbeständige Wetterphase ankündigen. Zwischen Lefkas und Korfu 1 weiterlesen

Mit CALISTO auf großer Tour – dritte Peloponnesumrundung


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Ein Bericht über 700 kurzweilige Seemeilen – mit Film am Ende

Auch heuer ist Fritz mein Begleiter. Die geplante Peloponnesumrundung sollte diesmal etwas weitläufiger werden und wenn möglich mit neuen Ankerplätzen und Häfen aufwarten. CALISTO ist auf weltweite Fahrt zugelassen – kein Ziel kann zu weit weg sein.

Und so starteten wir am späten Vormittag des 8. Mai  in Nidri Richtung Süden, um am Abend nach 49 NM in der Bucht von Kato Katelios (Kefalonia SO) den  Anker fallen zu lassen. Eierspeis und Bier schmeckten prächtig und das Schiff schaukelte leicht im Abendwind. Mein neuer 20kg ROCNA Anker, sowie die 70m Kette geben ein gutes Sicherheitsgefühl!

wieder unterwegs
erste Nach vor Anker mit Buchtmenü

Nach einer ruhigen Nacht folgte ein früher Aufbruch zur Westseite von Zakynthos, wo wir am Vormittag bei der berühmten Shipwreckbay eintrafen. Als die ersten Sonnenstrahlen die morgendichen Schatten aus dieser imposante Bucht drängten, kamen die Ausflugsschiffe und wir setzten unseren Törn entlang der wilden Zakynthos Westküste Richtung Süden fort.

eines der bekanntesten Fotomotive in Griechenland

Mit CALISTO auf großer Tour – dritte Peloponnesumrundung weiterlesen

CALISTO


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Meine Zeit am Meer geht weiter

Nachdem ich die Golden Lady voriges Jahr verkauft hatte, war natürlich bereits ein anderes Schiff in Aussicht. Ich fand es bei Herbert und Johanna Lerchl, den Inhabern des in Nidri ansässigen Scorpios Yachtcharterunternehmen. Im Sommer 2017 konnte ich die CALISTO im Kreise meiner Liebsten bei einer zweiwöchigen Charterfahrt im Ionischen Meer erstmals testen. Diese Beneteau Oceanis 343 erschien mir als ideales Boot für mich. Nicht zu groß, doch geräumig, gut in Schuss und finanziell in dem von mir beabsichtigten Rahmen. Im Oktober war dann die Übergabe, bzw wurden die letzten administrativen Schritte erledigt. Letztendlich hat es dann bis Ende April 2018 gedauert, bis ich alles unter Dach und Fach hatte. Der griechische Amtsschimmel hatte kräftig gewiehert…

Anfang Mai ging‘s dann in 19 Stunden nonstop mit dem Auto auf dem Landweg (Budapest, Belgrad, Mazedonien,..) bis Lefkas/Nidri. Die CALISTO lag fast fix und fertig am Scorpios Ponton – bereit für neue Segeltörns, über die ich in den nächsten Beiträgen schreiben möchte.

            CALISTO – Beneteau Oceanis 343, Bjr 2007

Ciao Golden Lady


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die GL wird nach Erneuerung der Wellendichtung wieder zu Wasser gelassen

Ich will es kurz machen – nachdem die beiden Käufer die GOLDEN LADY sehr intensiv begutachtet hatten und die Probefahrt auch bestens verlaufen ist, war der Verkauf fixiert und die GL wechselte den Besitzer. Allerdings sicherte ich noch die Reperatur der Antriebswellendichtung (leichter Wassereintritt)  zu  und organisierte  das Nötige (Mechaniker, Boot raus & rein, etc).    Die richtige Verabschiedung der GL war für mich erst am 30.6.2017, wo ich mich bereits wieder in Nidri befand. Hier konnte ich erstmals zusehen, wie die GL beim Steno Boatyard mit dem Holzschlitten ins Wasser glitt.  Stephen hatte die GL übernommen und der Mechaniker befand sich auch an Bord um zu überprüfen ob eh alles dicht ist.  …und ja, es hat gepasst.

Ich wünsche den neuen Besitzern alles Gute und viel Freude mit der Golden Lady!

Danke an Alle die für ein gutes Gelingen meiner Törns beigetragen haben!

Update August 2017:

Die Golden Lady wurde von den neuen Besitzern in der Zwischenzeit  wieder nach Kroatien überstellt und wird fortan in der oberen Adria zu sehen sein.

hier der Blog von Wolfgang:

http://goldenlady-sailing.blogspot.co.at/

 

 

Stressiges Finale


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….mit den erholsamen letzten Tagen ist es leider nichts geworden. Es hatte sich bereits bei den letzten Meilen gezeigt, dass beim Steuer ziemlich viel Spiel zu bemerken war. Letztendlich fällte ich die Entscheidung eine neue hydraulische VETUS Steuerpumpe zu bestellen und zum IBA nach Nidri liefern zu lassen. Die ersten Lieferprognosen waren ernüchternd. …mindestens eine Woche, etc. Mit der entsprechenden Hartnäckigkeit und zahlreichen Telefonaten gelang mir das Kunststück, dieses Ding innerhalb 48 Stunden von Holland, via Athen, nach Nidri zu bekommen. Dazwischen Boot reinigen und polieren. Wegen der Pumpe war die Freude zu früh, denn die Anschlüsse der Hydraulikschläuche passten nicht. Zum Verzweifeln! Ich ging von A zu B, weiter zu C, telefonierte das Handy heiß und erhielt letztendlich von Herbert Lerchl (Scorpios Yacht Charter) einen konkreten Tipp wo ich die passenden Zwischenstücke in Lefkas erhalten kann.  Mit dem Mietauto drei mal Nidri – Lefkas retour, danach noch Öl nachfüllen, und entlüften. Es passte, die Lenkung baute wieder einen spürbaren Druck auf und das Ruderblatt bewegte sich.  Danach noch Dreck weg räumen, duschen und am Freitag gegen 19.30 Uhr, quasi am letzten Drücker,  waren wir fertig…

Am nächsten Tag in der Früh brachte ich Fritz zum Flughafen Preveza und die voraussichtlich neuen GL-Besitzer fuhren mit mir nach Nidri.

Einmal gehts noch (zweite Peloponnesumrundung)


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…unter diesem Motto steht mein derzeitiger Aufenthalt  in Griechenland, den ich in Begleitung von Fritz genieße. Stephen hatte zuvor einige Aufträge abzuarbeiten, die Golden Lady soll ja gut in Schuss sein. Wir lagen diesmal am IBA Ponton – bei der Nidri Marina war kein Platz frei.

Nidri – beim IBA Pontom

Für uns  gabs noch die obligatorischen Auftakelungsarbeiten am Schiff, das Bugfenster wurde von einem Profi neu abdichtet, dazwischen mal laufen, ein Bad im Meer, gut essen und  am dritten Tag war um 11h Abfahrt. Das Wetter wieder durchwegs prächtig (Sonne + teilweise Bewölkung mit ca. 25 Grad) und wir gut gelaunt, weils endlich los geht. Unterwegs Richtung Süden nach Ithaka, wobei unser ambitioniertes Ziel eine Peloponnesumrundung ist. Einmal gehts noch (zweite Peloponnesumrundung) weiterlesen

Die Golden Lady wird im Juni 2017 den Besitzer wechseln


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Die Golden Lady wechselt mit Juni 2017 den Besitzer – es steht nur mehr die Besichtigung mit der Probefahrt an. Im Mai werde ich aber noch meinen Abschiedstörn machen….

Nach drei erfolgreichen Saisonen mit der Golden Lady steht mein Entschluss jetzt fest – ich werden die Golden Lady mit Ende Mai 2017 zum Kauf anbieten. 

Ich habe bei diesen knapp 3000 Seemeilen sehr viel Erfahrung gewinnen können, möchte meine Zeit am Wasser weiter fortsetzen und nach Möglichkeit auch längere Törns  (Mittelmeer…) durchführen.  Aus diesem Grund ist der Entschluss gereift ein etwas größeres Schiff zu kaufen und die Golden Lady an eine(n) segelbegeisterte(n) Nachfolger(in) weiter zu geben.

 

Preis:     VB 13.500€     mit Pött und Pann

Dehler Duetta 31 – Golden Lady  (nähere Beschreibung der GL)

Die Golden Lady kann  in meinem Beisein  von 25.5.-29.5.2017, bzw. 28.06. –  04.07.2017 + 14.07. in Nidri  besichtigt werden. Außerhalb dieser Zeit wird Stephen alles erklären und ist auch berechtigt eine Probefahrt durchzuführen. Stephen befindet sich von Mai bis Ende September in Nidri.

Ab 28.08. bin ich wieder Nidri. Hier würde eventuell die Möglichkeit bestehen, dass ich die Golden Lady (gratis) nach Italien oder in die obere Adria überstelle.

Ich bin direkt unter  0043 660 352 42 19 und franz.marton@gmx.at  erreichbar

 

+++mit der CALISTO in Griechenland+++mit der GOLDEN LADY in Slowenien – HR – Albanien – Griechenland +++ 3691 NM mit dem Motorboot CHARLIE von Tulln bis Triest +++ mit dem Kajak auf der Donau von Ingolstadt bis Tulln +++ Kreuzfahrt Kanaren